Aus Liebe zum Menschen
Nach einjähriger Ausbildung sind neue ehrenamtliche Seelsorgende jetzt auf den Stationen
Im April haben vier Frauen und zwei Männer ihre Ausbildung zur/zum Ehrenamtlichen in der Krankenhausseelsorge mit einem Zertifikat abgeschlossen. Nun sind sie unterwegs auf ihren Stationen in ihrem Krankenhaus.
Ein Jahr lang haben sie sich auf die ehrenamtliche Seelsorge vorbereitet – an Wochenenden und Abenden. Ihre Entscheidung für die Krankenhausseelsorge fiel aus unterschiedlichen Gründen: Neugier auf das Leben, der Wunsch, anderen etwas Gutes zu schenken, das Bedürfnis, etwas Sinnvolles zu tun und etwas zurückzugeben. Sie alle verbindet: ein großes Herz und die Liebe zu Menschen.
Während ihrer Ausbildung lernen Kursteilnehmende viel über unsere menschlichen Gefühle und wie es gelingen kann, darüber mit anderen ins Gespräch zu kommen. Sie erfahren, was es bedeutet, als Patientin oder Patient im Krankenhaus zu sein. Und sie setzen sich mit ihrer eigenen Biografie und mit ihrem Glauben auseinander. Denn nur, wer sich selbst kennt, kann gut mit anderen in Kontakt kommen.
Und irgendwann kommt der Tag, an dem sie zum ersten Mal auf einer Station an eine Zimmertür klopfen. Nicht selten klopft das Herz dabei ordentlich mit. Was wird mich hinter der Tür erwarten? Welchem Schicksal werde ich begegnen, welcher Lebensgeschichte? Kann ich dem Menschen, dem ich gleich begegne, gerecht werden? Ja, will jemand überhaupt meinen Besuch?
Viele Besuche später haben sie einen reichlichen Schatz Erfahrungen gesammelt, leidenschaftlich über das Erlebte diskutiert, sich über Schönes und Schweres ausgetauscht und den großen Fragen des Lebens nachgespürt.
Ehrenamtliche Seelsorgerinnen und Seelsorger sind in vielen norddeutschen Krankenhäusern unterwegs. Sie alle haben eine Ausbildung absolviert und bringen ihre Seelsorge-Kompetenz auf die Stationen mit. Und ihr Lächeln. Ihr Wirken ist ein Segen. Wie gut, dass es diese Menschen gibt: unsere ehrenamtlichen Krankenhausseelsorgerinnen und -seelsorger.
Information über die Ausbildung von Ehrenamtlichen in der Seelsorge in Hamburg gibt es hier:
Krankenhausseelsorge im Norden – Seelsorge-Ausbildung für Ehrenamtliche
Auf dem Bild: Die Ehrenamtlichen erzählen im Gottesdienst, was ihnen die Seelsorge bedeutet. (von li.) M. Gratopp, A. Waschner, A. Mieling, M. Klose, Dr. O. Deppe und A. Lojenburg. Foto von Dagmar Claußen.
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