Geputzte Stolpersteine vor dem Hauptgebäude des Universitätsklinikums Eppendorf (UKE)
UKE gedenkt der Opfer des Nationalsozialismus
Sechzehn weiße Rosen, sechzehn blankpolierte Stolpersteine. So erinnerten die Krankenhausseelsorge und der Vorstand des Universitätsklinikums Eppendorf am 9. November an die Opfer der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft von 1933 bis 1945. Bereits 1933 waren sechzehn jüdische Lehrende aus rassistischen Gründen entlassen worden. Die meisten von ihnen konnten fliehen und in Amerika, England, Portugal oder in anderen Ländern eine neue Heimat finden. Zu ihrem Gedenken wurde 2014 vor dem Hauptgebäude 010 je ein Stolperstein gelegt.
Am 9. November putzten Personalvorstand Joachim Prölß, Krankenhausseelsorgerin Susanne von der Lippe und weitere engagierte Frauen die Stolpersteine und legten auf jeden Stein eine weiße Rose. Der Klarinettist Kai Kuchenbrandt spielte, während rund 20 Menschen an die Opfer erinnerten, auch an die, deren Namen nicht bekannt sind. „Erinnern ist unsere Aufgabe", sagt Krankenhausseelsorgerin Susanne von der Lippe. „Selbst zu putzen, ist für mich ein Stück UKE-Kultur", sagt Joachim Prölß, Direktor für Patienten- und Pflegemanagement/Personalvorstand.
Fotos: Dagmar Claußen
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